Neuigkeiten und Presseinformationen

2022 wurde die vorliegende Richtlinie durch den BVS und seine Mitgliedsverbänden überarbeitet und beschlossen.

Sie stellt eine unverbindliche Empfehlung dar, da die Honorare für Wertermittlungsgutachten grundsätzlich frei verhandelbar sind.

Alle Angaben sind ohne gesetzliche Umsatzsteuer dargestellt.

Berufsbegleitender Lehrgang der Architektenkammer Berlin in Kooperation mit dem Verband der Vereidigten Sachverständigen Berlin und Brandenburg (VVS) und dem Ring Deutscher Makler (RDM) Landesverband Berlin und Brandenburg e.V.

Der Start des Lehrganges ist zum März 2023 geplant - sofern genügend Anmeldungen vorliegen!

Die Unterrichtseinheiten / Termine finden - sofern möglich - als Präsenzveranstaltung in der Architektenkammer Berlin statt.

Ausführliche Informationen dazu erhalten Sie von einem der Ansprechpartner von Architektenkammer, VVS oder RDM.

 

Berufsbegleitender Lehrgang der Baukammer Berlin in Kooperation mit dem Verband der Vereidigten Sachverständigen Berlin und Brandenburg (VVS) und der Akademie des Bundesverbandes der öffentlich bestellten und vereidigten sowie qualifizierten Sachverständigen (BVS Akademie).

Der Lehrgang hat am 09. September 2022 als Web-Seminar begonnen und endet mit einer Abschlußklausur am 11. Februar 2023.

Alle Vorlesungen / Veranstaltungen sind auch als separate Module buchbar.   https://www.bvsakademie.de/veranstaltungen/

Ausführliche Informationen erhalten Sie von einem der genannten Ansprechpartner von BVS Akademie, VVS oder Baukammer.

Der echte Berliner ist ein Brandenburger

Im November 1921 schrieb Kurt Tucholsky, alias Ignaz Wrobel, den fortan oft zitierten Satz, dass der richtige Berliner
entweder aus Posen oder aus Breslau stammt. Seine Glosse in der Berliner Wochenzeitschrift „Die Weltbühne“ mit dem Titel „Breslau“ spielte genüsslich und boshaft mit der Kleingeistigkeit sowie Großmannssucht unlängst zugewanderter Großstädter. Sollte Tucholsky unter Verweis auf Pommeraner und Schlesier die Vielfalt und östliche Herkunft der Hauptstadtbevölkerung karikiert haben, traf er ganz sicher einen Punkt. Dass die von ihm beschriebenen „breslauer Breslauer“ und „berliner Breslauer“ so existierten und lebensnah gezeichnet wurden, darf schon bezweifelt werden. Schlicht falsch war jedoch sein bis heute fortgetragenes Bonmot. Im Jahr zuvor, am 1. Oktober 1920, war spätestens mit der Gründung von Groß-Berlin der echte Berliner in Wahrheit ein Brandenburger oder Märker geworden.

Lesen Sie den ganzen Artikel von Dipl.-Ing. Architekt Ulrich Springer.

Erschienen in der Baukammerzeitschrift konstruktiv 1/2022.

Was hilft der Mietendeckel?

Über das Für und Wider des Mietendeckels ist bereits Vieles gesagt worden. Ab Februar 2020 geht das Thema vor Gericht. Hierzu eine Prognose: Es nimmt die Klage gegen das Gesetz an. Die Richter ermitteln zunächst, was genau sein Gegenstand und wer davon
betroffen ist. Dafür werden die Parteien, vor allem die Beklagte, eine ganze Reihe von Antworten geben müssen.
Wer wird durch das Gesetz geschützt und warum und wer nicht? Wie viele und welche Wohnungen sind vom Mietendeckel betroffen und welche bleiben unberücksichtigt? Wo liegen diese Wohnungen und welche Mieten werden dort aufgerufen? Welche Einkommensgruppen sollen genau geschützt werden? Wie viele Einwohner mit welchen Einkommen bewerben sich konkret um welche Wohnungen? Diese und weitere Fragen will das Gericht beantwortet wissen, um sich einen Überblick über die Lage auf dem Wohnungsmarkt sowie die Basis und Kriterien des Mietendeckels zu verschaffen.

Lesen Sie den ganzen Brief von Dipl.-Ing. Architekt Ulrich Springer

Veröffentlicht als Leserzuschrift in der Baukammerzeitschrift konstruktiv 4/2019

Die wachsende Not von Gewerbemietern gerät angesichts tiefer Sorgen um bezahlbaren Wohnraum ohnehin in den Hintergrund. Dass Berlin einst in größter Finanznot Teile seiner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften veräußerte, wird unablässig kritisiert.
Der Verkauf der Gemeinnützigen Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft (GSW) im Jahr 2004 gilt als Torheit und Sündenfall. Dass der Wirtschaftssenator und Bürgermeister Harald Wolf mit der Gewerbesiedlungsgesellschaft GSG die öffentlichen Gewerbehöfe drei
Jahre später komplett privatisierte, empört heute niemanden. Der Kaufpreis lag damals bei rund 300 Millionen Euro. Laut jetzigem Eigentümer, der CPI Property Group mit Sitz in Luxemburg, wird der aktuelle Objektwert auf 2,1 Milliarden taxiert, was einem
Anstieg um 700% in gut einem Jahrzehnt entspricht. Eine Perle waren die 45 Gewerbehöfe seinerzeit nicht, mit einer Durchschnittsmiete von 4,50 pro m2 und einem Leerstand von fast einem Drittel der Nutzfläche. Heute ist die knapp 850.000 m2 Fläche voll vermietet und beherbergt fast 1.900 Unternehmen mit 15.000 Mitarbeitern. Die Stadt hat darauf keinen Zugriff mehr
.

Lesen Sie den ganzen Artikel von Dipl.-Ing. Architekt Ulrich Springer.

Erschienen in der Baukammerzeitschrift konstruktiv 4/2019.